Aktuell

  • Bauhaus-Universität Weimar vergibt Preis für gelungene Container-Architektur

    Fachjury entscheidet sich für den Entwurf von Daniel Kleber und Paco Bijan-Irani, Studierende der Fakultät Architektur, und lobt die effiziente Stapelung der Container, die eine schnelle Realisierung des Projekts auf dem Universitäts-Campus der Bauhaus-Universität ermöglicht. Die Firma Algeco mit Sitz in Kehl, Pionier für Modulbauweise nach dem Baukastenprinzip und Jurymitglied, begleitete das Projekt mit ihrer tiefgreifenden Expertise für den Einsatz von Containern in bestehende und neue Architektur, damit das prämierte Projekt schon bald Realität werden kann.

    Weimar/Kehl, Februar 2013. Container entwickeln sich immer mehr als Piktogramm für ein neues urbanes Lebensgefühl und zugleich als Objekt moderner Baukunst. Der Container wird zum Mikro-Haus, sitzt als schickes Penthouse auf Dächern unserer Metropolen, stapelt sich zu Wohnhäusern oder Gründerzentren, wird zum designprämierten Flagship-Store und fungiert zum Schnell-Gebäude, das bei Raumnot Abhilfe schafft. An der Bauhaus-Universität Weimar haben sich Studierende der Fakultät Architektur von Oktober 2012 bis Januar 2013 mit dem Gebäudetypus der nächsten Zukunft beschäftigt und machten sich zur Aufgabe, einen Entwurf für die Erweiterung der Universitätsgebäude mittels Container zu erstellen. Unter der Leitung von Prof. Karl-Heinz Schmitz wurde der Container als zukunftsrelevantes Bauelement kritisch hinterfragt und anhand von detaillierten Entwürfen für temporäre Arbeitsräume im Umfeld der Bauhaus-Universität Weimar auf Tauglichkeit im Detail untersucht.

    Basis aller Projektarbeiten war der Übersee-Container, der auf Grund seiner einheitlichen Kantenlängen sicherstellte, dass in jedem Entwurf mit denselben Grundlagen gearbeitet wurde.

    Am Ende des Semesters wurden alle eingereichten Projekte von einer Fachjury, bestehend aus Friedhelm Funk von der Firma Algeco und zwei Gastkritikern, bewertet. Die Architekten Markus Stenger aus München und Oliver Blattner aus Hamburg verstärkten die Jury als Fachpreisrichter. Sie bewerteten die Projekte vor allem in architektonisch gestalterischer Hinsicht und kürten gemeinsam mit Friedhelm Funk die Preisträger.

    Vertreter der Firma Algeco besuchten die Bauhaus-Universität bereits im November 2012 zu einer Zwischenkritik sowie im Januar zur Schlusskritik, wobei sie ihre Expertise als Marktführer für Modulbauweise in die Diskussion einbringen konnten. So erhielten die Studenten bei der Zwischenkritik wichtige Hinweise zu Statik und Baurecht im Modulbau. “Durch unserer langjährige Erfahrung bei der Konzeption und Umsetzung von Gebäuden mit modularen Elementen konnten wir bei der Schlusskritik wichtige Informationen zu den einzelnen Realisierungsmöglichkeiten der Projekte beitragen”, erklärt Friedhelm Funk von Algeco.

    Beim Siegerentwurf von Daniel Kleber und Paco Bijan-Irani lobte die Jury insbesondere die effiziente Stapelung der Container. Im Vergleich zu anderen Projekten wird das Erdgeschoss hier nur wenig bebaut. Hierdurch ergeben sich überdeckte Außenflächen nach Norden wie nach Süden, die eine räumliche Qualität für den gesamten Campus bedeuten und besonders geeignet für Veranstaltungen oder Feste im Außenbereich sind. Außerdem war der Grad der Ausarbeitung sehr fortgeschritten. Das geplante Gebäude des Siegerentwurfs soll neuen Raum für studentische Arbeitsplätze der Fakultät Architektur schaffen. Der Multifunktionsraum im Erdgeschoss ist für öffentliche Veranstaltungen wie Vorträge und Seminare gedacht. Die Räume des Obergeschosses können als dauerhafte Atelierräume benutzt werden. Das Gebäude ist als Provisorium gedacht, das zwei Jahre lang genutzt werden soll.

    mehr