Baurecht: Sonderfall Mikrowohnungen

Microwohnungen

Mini-Größe, Maxi-Komfort – Mikroapartments boomen, denn in Metropolen und Universitätsstädten schließen sie eine Lücke im Immobilienmarkt. Das Prinzip der zwischen 15 und 45 Quadratmeter großen Wohnungen erinnert an Studentenapartments. Doch die Bewohner – Singles, Manager, Pendler oder Studierende – leben meist in City-Lage auf höchstem Niveau. Investoren profitieren von einer hohen Nachfrage und überdurchschnittlichen Mieten.

Trotz ihrer steigenden Nachfrage sind Mikroapartments baurechtlich jedoch ein Sonderfall. Die Musterbauordnung (MBO), aus der sich alle Bauordnungen der Länder ableiten, unterscheidet zwischen fünf unterschiedlichen Gebäudeklassen. Mikrowohnungen zählen ebenso wie Hotels und Boarding Houses zu den sogenannten Sonderbauten. Für sie gibt es zwar einige Planungskategorien mit Zusatzanforderungen oder Erleichterungen, doch über die genaue Ausgestaltung der einzelnen Punkte entscheidet die jeweilige Genehmigungsbehörde.

Entspricht die Ausgestaltung der Mikrowohnungen eher einer normalen Mietwohnung mit Küchenzeile und freier Einrichtung, werden sie baurechtlich auch wie solche behandelt. Sind die Miniwohnungen hinsichtlich des Angebots eher mit einem Hotel vergleichbar, dann greifen auch die Bestimmungen der Muster-Beherbergungsstättenverordnung. (MBeVO). Diese Objekte können nicht in reinen Wohngebieten entstehen und gelten steuerlich als Gewerbe. 

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