Kasernen vom Fließband ab 2027 – mit Modulbauweise
Auf der dritten Fachkonferenz Infrastruktur der Bundeswehr am 7. Oktober 2025 wurde deutlich, wie groß der Handlungsdruck ist: Die Bundeswehr steht vor einer umfassenden Bauoffensive. Neben Ausrüstung, Personal und Organisation rückt vor allem die Infrastruktur in den Fokus. Bis 2031 sollen zehntausende neue Unterbringungsplätze entstehen – schnell, effizient und planbar. Genau hier kommt die Modulbauweise ins Spiel: Sie verbindet Geschwindigkeit mit Flexibilität und bietet damit Antworten auf eine der größten infrastrukturellen Herausforderungen der kommenden Jahre.
40.000 Truppenunterkünfte bis 2031
Nach aktuellen Planungen des Bundesministers der Verteidigung, Boris Pistorius, sollen bis 2031 rund 40.000 zusätzliche Unterbringungsplätze für Soldatinnen und Soldaten geschaffen werden. Hintergrund sind die personelle Aufstockung der Bundeswehr, neue sicherheitspolitische Rahmenbedingungen sowie Überlegungen zur Wiedereinführung beziehungsweise Ausweitung der Wehrpflicht.
Viele bestehende Kasernen sind in die Jahre gekommen, sanierungsbedürftig oder für moderne Anforderungen nicht ausgelegt. Gleichzeitig wächst der Bedarf an zeitgemäßen Truppenunterkünften, die heutigen Standards in puncto Komfort, Energieeffizienz und Funktionalität entsprechen, um junge Menschen für den freiwilligen Wehrdienst zu gewinnen. Der klassische Hochbau stößt dabei schnell an seine Grenzen – sowohl zeitlich als auch finanziell.
Kasernen in Modulbauweise
Um die benötigten Kapazitäten in der vorgegebenen Zeit zu realisieren, setzt die Bundeswehr zunehmend auf eine Mischung aus Modulbau und seriellem Bauen. Dabei werden vorgefertigte Raummodule industriell produziert und vor Ort zu vollständigen Gebäuden zusammengesetzt.
Dieses Vorgehen ermöglicht es, neue Kasernen, Truppenunterkünfte oder ergänzende Militärgebäude auf bestehenden Liegenschaften schnell zu errichten. Gleichzeitig lassen sich modulare Bauten standardisieren und dennoch an unterschiedliche Standorte und Nutzungsanforderungen anpassen – ein entscheidender Vorteil bei bundesweiten Bauprogrammen.
Wie unterstützt die Modulbauweise die Bauoffensive im Militär?
Die Bauoffensive im militärischen Bereich stellt besondere Anforderungen: kurze Zeitfenster, hohe Stückzahlen und verlässliche Budgets. Die Modulbauweise ist dafür prädestiniert und bringt mehrere zentrale Vorteile mit sich:
Geschwindigkeit
40.000 neue Unterkünfte bis 2031 zu bauen, ist eine Herausforderung, die mit Modulbauweise jedoch bewältigt werden kann. Denn modulare Gebäude werden parallel geplant, produziert und vorbereitet. Während auf der Baustelle noch Erdarbeiten laufen, entstehen die Module bereits im Werk. Dadurch verkürzen sich die Bauzeiten erheblich. Diese Geschwindigkeit ist entscheidend, um die ambitionierten Zielvorgaben einzuhalten.
Flexibilität
Modulare Kasernen bieten ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Raummodule können als Unterkünfte, Büros, Sanitärbereiche oder Funktionsräume genutzt und bei Bedarf umgebaut oder erweitert werden – sogar im laufenden Betrieb. Auch Standortwechsel sind möglich: Module lassen sich zurückbauen, versetzen und an anderer Stelle wieder aufbauen. Das ist besonders relevant für temporäre Camps, Militärlager oder sich verändernde Truppenstärken.
Risikomanagement & Kostenplanbarkeit
Durch Standardisierung und serielle Fertigung sind Kosten früh kalkulierbar. Materialpreise, Bauzeiten und Ausstattungsstandards lassen sich verlässlich planen, was das finanzielle Risiko für öffentliche Auftraggeber deutlich reduziert. Gerade im Kontext einer groß angelegten Bauoffensive Verteidigung ist diese Planbarkeit ein entscheidender Faktor.
Praxis: Modulbau im Militär
Auch heute schon werden militärische Gebäude in Modulbauweise genutzt, wie diese zwei Beispiele zeigen:
Sozialgebäude HIL GmbH
Die HIL Heeresinstandsetzungslogistik GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Bundes und untersteht dem Bundesministerium der Verteidigung. Ihre Aufgabe ist es, militärisches Großgerät instand zu halten. Am Standort St. Wendel hat ALGECO in nur 5 Monaten aus 15 Modulen eine moderne Büroanlage geschaffen.
England: Kasernen für Defence Infrastructure Organisation (DIO)
Aus 52 Modulen hat ALGECO einen Komplex mit 75 Einzelzimmern für junge Offiziere des Verteidigungsministeriums in Stafford (UK) gebaut. Das dreistöckige Gebäude bietet hochwertige Unterkünfte mit integrierten Gemeinschaftsbereichen. Dazu gehören ein Gemeinschaftsraum mit Sitzbereichen und Gemeinschaftsküchen im Erdgeschoss sowie ein separater Hauswirtschaftsraum und Trockenraum mit Waschmaschinen und Trocknern.
Fazit: Bauoffensive mit Kasernen in Modulbauweise
Der geplante Ausbau der Bundeswehr-Infrastruktur ist ambitioniert – zeitlich, organisatorisch und finanziell. Um die benötigten Kasernen, Truppenunterkünfte und Militärgebäude rechtzeitig bereitzustellen, braucht es neue Wege im militärischen Bundesbau.
Die Modulbauweise bietet genau das: schnelle Realisierung, hohe Flexibilität und verlässliche Kostenstrukturen. ALGECO bringt langjährige Erfahrung im modularen Bauen, standardisierte Prozesse und skalierbare Lösungen mit – und kann so einen wesentlichen Beitrag leisten, damit die Bauoffensive der Bundeswehr erfolgreich umgesetzt wird.
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